Faszien – das faszinierende Gewebe

Hätte ich vor wenigen Jahren diesen Beitrag geschrieben, hätten die meisten nicht gewusstfaszie wovon ich überhaupt rede, obwohl es tatsächlich um 1960 schon eine Bindegewebsforschung am Max-Planck Institut in Bayern gab und auch Joseph Pilates zu dieser Zeit seine Trainingsmethode basierend auf dem Fasziengewebe entwickelte, ohne jemals die Faszien erforscht zu haben.

Bei seinem Training stand das dreidimensionale Bewegungsmuster mit Drehungen, Impulsen und dem Streben nach Länge im Vordergrund und durch diese Bewegungen werden die Faszien gepflegt und erneuert.  Dadurch erhältst Du ein vollkommen neues Körpergefühl ohne Mystik oder teure Geräte.

In den letzten Jahren kam das Faszien Equipment auf den Markt, die Faszienrolle in verschiedenen Härtegraden, Stärken und Längen, der einzelne Ball, die Twin Bälle, kleine und große Bälle … Verkaufen lässt sich gerade zu diesen scheinbar „neuen“ Methoden ja alles und die Leute kaufen, denn mittlerweile kannst Du das Equipment zur Faszienmassage in fast jedem Discounter kaufen und Faszienkurse sind der absolute Trend.

Aber was steckt denn eigentlich hinter dem Begriff Faszien?

Faszien sind wie ein großes Netz unter der Haut. Die meisten Leute kennen die Faszien unter dem Begriff „Bindegewebe“, wobei dieses Wort viel zu einschränkend ist.

Nicht nur das Bindegewebe zählt als Faszie, sondern, mikroskopisch gesehen, die Kapseln, Sehnen und Bänder.

Nicht nur die Muskeln sind mit Faszien umhüllt, sondern jede einzelne Muskelfaser.  Das gesamte Körpergerüst ist mit und durch Faszien verbunden.

Wie ist das Fasziengewebe?

Die Faszien sind normalerweise keinesfalls fest und hart: dieses Netzwerk besteht zum größten Teil aus Wasser und Eiweiß und ist deshalb sehr elastisch.  Dieses Attribut ist das Geheimnis der Faszien: diese Struktur verleiht dem Faszien-Netz Länge und Beweglichkeit.

Wenn der Körper unter einem dauerhaften Bewegungsmangel leidet, verfilzen und verkleben die Faszien. ==> Dadurch entstehen Blockaden, eine allgemeine Unbeweglichkeit oder sogar Faserrisse.

Je länger der Bewegungsmangel, oder je länger der Körper sich eindimensional bewegt, desto schwieriger wird es, ihn in Bewegung zu bringen. Denn dies ist nun meist mit Schmerzen verbunden und wird oft mit Verspannungen, Rückenschmerzen oder Bandscheibenvorfällen in Verbindung gebracht.

Zusätzlich entsteht durch hohe, einseitige Belastung oder Bewegungsmangel Dehydration und dadurch werden die Faszien weniger elastisch und die Belastungs- und Regenerationsfähigkeit wird beeinträchtigt.Muskeln müssen übereinander gleiten können und gesunde  Faszien sorgen dafür.

Ferner, finden wir in den Faszien eine Unmenge an Sinnesrezeptoren.  Dies wiederum  bedeutet, dass bei einem gut funktionierenden Fasziensystem, bei dem die Faszien lang und elastisch sind, die Bewegungsqualität deutlich erhöht wird.

Spannung, Winkel, Position und Geschwindigkeit werden genauer abgestimmt, die Bewegungen werden fließender und kontrollierter, und das Verletzungsrisiko sinkt deutlich.

RckenproblemeWarum solltest Du die Faszien massieren?

Leidet Dein Körper unter Bewegungsmangel, physischem Stress oder einseitigen und Fehlbelastungen, dann werden die Faszien im Körper umgebaut. Die gut dehnbaren und sehr elastischen Elastinanteile nehmen ab und werden innerhalb der Faszie durch das zähe, kaum dehnbare Kollagen ersetzt.

Massierst Du nun Deine Faszien, presst Du laut Dr. Schleip, Wasser, das freie Radikale und Zytokine enthält, aus dem Bindegewebe heraus und danach füllt es sich wieder mit neuem Wasser.

Weiches Bindegewebe: Massierst Du mit schnellen, ruckartigen Rollbewegungen werden die Fibroplasten (erzeugen Kollagen) stimuliert, so dass diese mehr Kollagen brauchen

Hartes, festes Bindegewebe – wie z.B. bei einem Läufer solltest Du mit langsamen, dreidimensionalen Rollbewegungen mit vielen Richtungswechseln massieren, denn dann schütten die Fibroplasten ca. 5-7 Stunden nach dem Rollvorgang ein Enzym aus, das Kollagen abbaut und somit das Fasziengewebe weicher macht.

Hier zeige ich Dir ein leichtes Faszienworkout für den Oberkörper

Möchtest Du noch mehr über die Faszien erfahren? Dann interessiert Dich auch bestimmt mein Beitrag „Faszien verklebt und verhärtet – was nun?

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6 Antworten auf „Faszien – das faszinierende Gewebe“

  1. Vielen Dank für diese Info! Ich „leide“ seit einigen Jahren an einer sog. „weichen Leiste“ (was wiederum wohl irgendwie jeder 2. Mensch hat), welche in meinem Fall aufgrund der „schwerwiegenden“ Weiche von den „Fachmännern“ in weißen Kitteln sogar mal als „Leistenbruch“ bezeichnet wurde (nur um ein Jahr später doch wieder auf die einfache „weiche Leiste“ zurückzuspringen) …
    Ich beginne immer mehr zu verstehen, dass die Faszien die eigentliche Aufmerksamkeit verdienen, denn schon nach wenigen Massagen und Dehnübungen wird aus der weichen Leiste eine ziemlich gechillte Leiste. Zumindest vorübergehend; in meinem Fall muss ich halt wohl noch „am Ball bleiben“. Vielen Dank und weiter so!

    1. Danke Robert für Deinen Beitrag und ich wünsche Dir viel Erfolg beim Rollern! Rollst Du auch in Bauchlage? Hast Du einen gute Betreuung oder hast Du Dich selbst mit dem Thema intensiv beschäftigt?

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